9. Weiwasitzung der Hardtseegugga Ubstadt-Weiher
Ein Frauenfaschingswochenende der besonderen Art veranstalteten die Hardtseegugga Ubstadt-Weiher am vergangenen Freitag und Samstag in der Mehrzweckhalle in Stettfeld.
Schon vor Beginn der Veranstaltung herrschte an beiden Tagen ausgelassene Stimmung als viele Frauen sich schon vor der Halle auf die Weiwasitzung einstimmten.
Auf Majas Blumenwiese hat jeder seinen Spaß....so lautete das diesjährige Motto der Guggenmusiker. Das Bühnenbild und der Einzug von Lotte und Motte als Willi und Biene Maja durch die vollbesetzte Halle mit dem Lied von Maja und Willis Blumenwiese waren erst der Anfang.
Nach der Begrüßung von Lotte und Motte, die es sich wieder einmal nicht nehmen ließen, gehörig über die männlichen Stimmungsblocker herzuziehen – wurde traditionell mit den Klopfern geprostet. Das war der Startschuss in ein abendfüllendes Programm.
Pippi Langstrumpf in mehrfacher Ausführung – die Tanzgruppe aus eigenen Reihen, zeigte einen gekonnten Schautanz mit Äffchen und Pferd, bei dem sogar das Publikum am Ende Takatukataler zugeworfen bekam. Erst die Zugabe beendete das Spektakel und sie durften von der Bühne.
Im Anschluss daran informierte „die Frau mit 40" die anwesenden Frauen auf lustige Art und Weise und gab immer wieder zu verstehen, dass Frauen ab 40 knackig und frisch sind.
Dann kam er – der Sepp, der extra gekommen war um zu sagen:" Komm stoß mol uff mein Schatz ich riech die Lewwerworschd so gern". Damit kam er richtig gut an und animierte die ganze Halle zum Mitsingen.
Am Freitag war die Picollogarde des Elferrates Ubstadtes zu Gast auf der Weiwasitzung, die mit ihrem einzigartigen Schautanz als Hexen den Kessel richtig zum Brodeln brachten und erst nach einer Zugabe die Bühne verließen.
Am Samstag stand die Minigarde vom Elferrat den Picollos in Nichts nach. Auch sie bezauberten und begeisterten die Zuschauerinnen mit ihrem märchenhaften Tanz, bei dem von den sieben Zwergen bis hin zu Schneewittchen und Hänsel und Gretel alles vertreten war. Auch sie durften erst nach einer Zugabe gehen. An dieser Stelle noch einmal an beide Garden ein herzliches Dankeschön dass ihr bei uns wart.
Adriano aus Italien – ein Playboy der besonderen Art, bot von horizontaler Lage nach Sektaufguss in der Sauna – bis hin zu sonnenbräunen mit oben ohne – unten nix, einen Lacher nach dem anderen und hatte die Frauen fest im Griff.
Die lustigen Hausfrauen zeigten dem Publikum, dass doch eigentlich die Männer nur rumsitzen und alles machen lassen, sei es die Strasse fegen, den Müll wegbringen, ganz egal, alles hängt an der Frau. Dies boten sie auf sängerische Art und Weise dar, selbstverständliche mit entsprechendem Outfit und mit dem Besen in der Hand. Denn schließlich hieß es „Es wird gekehrt, mir sammle Dreck, s muss alles weg!"
Nachdem die zu prämierenden Kostüme vorgestellt waren, folgte eine Schunkelrunde und die Stimmung war richtig gut.
Als dann Frau Poschpichl kam und Frau Hawlischka auf lachmuskelstrapazierende Weise ihr Leid klagte mit ihre" Schmärze" im Genick und an den Ohren und noch so vieles mehr, hatte diese immer einen guten Rat für sie. Zuletzt empfahl sie Frau Poschpichl doch nach Ägypten zu fliegen, denn dort gäbe es doch die besten Ärschäologen auf der Welt.
Konzentration und gutes Zuhören war nun erforderlich, als der Kapellmeister mit seinem Orchester die Bühne bezog. Mit Plastikrohren Musik zu machen, das war die Kunst, was diese Gruppe zu bieten hatte. Von der „kleinen Nachtmusik" über „We will rock you" bis hin zum roten Pferd eine runde Sache.
Und als letzten Programmpunkt vor der Pause hatten die Hardtseegugga Santa Maria, Abahachi und Ranger eingeladen. Von Schoschonen und ihrem mächtigen Häuptling umzingelt, Abahachi und Ranger an die Marterpfähle gefesselt, fragte Santa Maria die beiden nach ihrem letzten Wunsch. Auch diese Tanzgruppe zeigte auf witzige Art und Weise, mit bunten Kostümen und Tippis einen tollen Schautanz.
In der Pause amüsierten sich die Frauen in der Bar – als dann der Gong ertönte zum Start für die zweite Halbzeit.
Lotte und Motte, nun aufgebrezelt und gestylt, sangen zum Einstieg über den komfortablen, ganz enormen Bodyformer und über das Klimakterium. Auch hier waren die Lacher vorprogrammiert.
Drei ganz besondere Gäste kamen, um die Hintergründe der Damen – bzw. Herrenohrfeige, der Erziehungsohrfeige usw. zu ergründen und zu demonstrieren. Zwei schlagen – der eine wird geschlagen – bis er es sich nicht mehr gefallen lässt und seinen Schläger von der Bühne treibt.
Playbackshow der Extraklasse – präsentiert von Romeo und Julia. Wer die beiden nicht gesehen hat, der hat echt was verpasst. Eine musikalisch hinterlegte Geschichte, die fragte:"Wo bist Du?" oder „Ich geh noch zur Schule" – erzählt, bis die beiden dann am Ende doch noch zusammen kamen – perfekt.
Zwei etwas zu kurz geratene Bonsaibuben zeigten einen bayrischen Schuhplattler, der sichtlich die Muskulatur sehr beanspruchte und eine enorme Beweglichkeit erforderte.
Wie beim Brettener Portemonaie – Models designt by Aldi, Rewe, LIDL, Penny und Karstadt führten die neue Frühjahrskollektion vor und begeisterten das Publikum mit den neuen Kleidern für diese Saison.
Was wäre so eine Weiwasitzung ohne Strip – die Jungs mit ihren stabilen Schachteln an einer bestimmten Stelle – sie umgarnten die Frauen und tanzten so lange bis fast alle Hüllen fielen – doch wie hielt nur diese Schachtel bei jedem von den Herren?
Ein Acapellagesang der Extraklasse bekamen die Frauen nun als eines der Highlights des Abends geboten. Vierstimmiger, perfekter Chorgesang, der in vielen Übungsstunden entstand und großartig gelungen ist. Denn ganz egal, ob die Männer fragten:"Wann ist ein Mann ein Mann" – oder „Wann ist ne Frau ne Frau" – das Publikum war (zumindest fast immer) auf ihrer Seite!
Auch Germanys Next Topmodel war zu Gast auf der Weiwasitzung. Sie zeigte, wie sie Bruce Darnell und Heidi Klum ausgetrickst hat, wie sie ihre Problemzönchen mit einem Hauch von nichts oder mächtigen Engelsflügeln kaschiert hat. Extravagant und Besonders – bis zuletzt.
Und auch er – der Berthold, darf auf der Weiwasitzung nicht fehlen – denn er kann ja nichts dafür, dass er so schön ist, er bekam es sozusagen in die Wiege gelegt.
Und dann kam auch schon der Schluß – ein wahrer Augenschmaus, was die Performer unter Schwarzlicht dem Publikum boten. Man hätte meinen können, dass nur Strichmänner anwesend sind und ganz egal, ob sie joggen oder tanzen oder Saxophon spielen – es sah einfach alles beeindruckend aus. Ein genialer Abschluß für einen genialen Abend.
Weiwasitzung – so klingt und so singt es – in unseren Herzen mit Weiwasitzung.
Ein tolles Programm ging nun zu Ende. Jedoch der Abend noch lange nicht. Nachdem die Guggenmusik an beiden Abenden noch einmal ordentlich für Stimmung sorgte – hieß es feiern, bis zum nächsten morgen, was viele der Frauen auch in Anspruch genommen haben.
Alles in allem eine runde Sache – Danke an alle die dabei waren vor und hinter den Kulissen – Danke an ein super Publikum!

